Eine Kampagne der Grünen NRW
Urlaubszeit
Wattn schönes Wochenende, Holland ist so nah, warum macht man das nicht öfter? Donnerstag nacht los und bei Sonnenaufgang am Meer ankommen,
so kann der Tag anfangen! Es lässt sich auch wunderbar fahren in der Nacht, Richtung Holland sind die Autobahnen noch nicht in der Hand privater Baukonsortien. Es gibt zwar Baustellen, aber keine 75 km langen Nervenaufreiber wie auf der A1. Da muß es tagsüber lustig zugehen, die Privaten reparieren nämlich nicht abschnittsweise, sondern gleich alles auf einmal. Man fahre mal 75 km durch eine (enge) Baustelle. Polizei und Feuerwehr im Umfeld sind im Dauerstress, aber "privat vor Staat" soll ja Geld sparen. Leider sieht das noch nicht einmal der Bundesrechnungshof so, und da das der Bundesregierung ziemlich peinlich ist, wird aus dem Deal ein Staatsgeheimnis gemacht. Lest mal
www.zeit.de/2010/29/DOS-Autobahn
Erkläre die atomstromfreie Zone!
In der heutigen taz-Ökosex-Kolumne freut sich der Autor össelig über rund 120.000 Atomgegner, die am letzten Wochenende demonstriert haben. Dazu hat er mal wieder eine schöne Idee: er würde sich einen Briefkastenaufkleber machen:
"Lebe wild und wohne / in der atomstromfreien Zone". Find ich eine prima Idee, warum hat Lichtblick das nicht schon längst selber im Angebot? Ans persönliche Fortbewegungsmittel passt das natürlich auch, da sehen es auch weit mehr Leute. Vielleicht auch "Atomstrom raus aus meinem Haus" oder "In meine Leitungen kommt mir nur Wasser-, Wind- und Sonnenkraft". "Strom aus Kohle, Öl, Atom, ruiniert das Chromosom". "Atomstromfrei und Spaß dabei"...
Ich habe erst mal Briefsticker gebastelt, Zweckformetiketten Nr. 3657 nehme ich dazu, das fertige Word-Doc steht hier
http://tinyurl.com/35mpvuc online (einfach das einzelne Etikett anklicken, kopieren und in die andern Kästchen einfügen, die Datei war zu groß).
Plakatierungstricks
Wenn man nicht die praktischen Tütenhänger für Laternenmasten besorgt hat, stehen in diesen Tagen wieder hunderte von Menschen mit Kleistereimern vor leeren Plakatpappen.
Darum mal ein paar Tipps:
Kleister (darf auch das No-Name Produkt sein) mit 4 Litern Wasser anrühren, wenn das Wasser lauwarm ist, zieht er schneller. Nach 20 Minuten (warmes Wasser 10) mit einem Schuss wasserfesten Holzleim versehen und noch mal umrühren (muß nicht, aber erhöht die Regenfestigkeit).
Pappen gibt es am billigsten 3 mm dick mit einer Seite rauh. Das ist die Rückseite, da halten zwar die Plakate auch, aber sie zieht irre Kleister. Pappengröße für A1 ist 60x90 cm (oben und unten ist die Pappe ein bißchen länger, damit die Bohrungen nicht so durchs Plakat gehen).
Erst plakatieren, zum Schluss die Löcher bohren!
Dicken Quast und Tapetenbürste besorgen. Mit kurzen Strichen, immer von innen nach außen den Kleister auftragen (sonst kleckert man alles voll, wenn man an den Kanten von außen nach innen streicht). Plakat auflegen, mit beiden flachen Händen gerade schieben auf dem feuchten Kleister, zur Not noch mal an einer Ecke lüften, damit man es passend kriegt. Jedes überstehende Papier lässt sich leicht abreissen! Dann mit der Tapetenbürste fest streichen, dabei gehen Blasen weg und man entfernt auch automatisch letzte Kleisterreste. Das trocknet besser. Mit der Hand streicht man diese Reste oft nicht weg.
Wenn die Plakate trocken sind und es haben sich einzelne Ecken wieder gelöst: man kann noch einen Klecks Uhu-Kleber an jede Ecke geben, die Plakate sauber stapeln und die Ecken mit Steinen beschweren, damit hat man dann ziemlich unkaputtbar gefertigte Wahlwerbung.
Löcher bohren: 12er Holzbohrer in die Maschine, Plakatstapel (ca. 10-15 Stück) auf eine alte Palette legen und Löcher am besten eben mit dem Zollstock anzeichnen, geht schnell und vermeidet schiefes Aufhängen. Bei der 60 cm Breite bohre ich bei 26 und 34 cm. Nicht zu nah beieinander, reisst zu leicht aus.
Beim Aufhängen ist das wichtigste Gebot: Hängt sie höher! Die Unterkante in 2 Meter Höhe ist ein gutes Maß, und immer an konische Masten gehen! An Verkehrsschilder mit durchgehend gleichem Durchmesser darf man theoretsch eh nicht, vor allem rutschen die Plakate aber unweigerlich auf den Fußboden, sobald die ersten Windstöße die Bohrlöcher erweitert haben. Zum Aufhängen ist ummantelter Draht am billigsten, aber Kabelbinder sind ein zeitsparender Luxus, den man sich leisten sollte. Gibt es in unserm eShop unter Hilfsmittel.
Noch was vergessen? Kommentare sind willkommen. Irgendwie gibt es im ganzen Netz keine vernünftigen Tipps zum Plakate kleben.
Bantam!
Gentechnickfreie Region von unten ...
dafür gibt es BANTAM! Diese Maissorte ist patentfrei, kein Konzern hat ein Recht darauf. Jetzt ist Saatzeit!
Wer gentechnikfreien Maissorten wie den "Golden Bantam" anbaut
* muß über den Anbau von Gentechnikmais in seiner Nachbarschaft genau informiert werden
* muß vor gentechnisch verändertem Pollen geschützt werden, besonders dann, wenn aus der Ernte neues Saatgut gewonnen und vermehrt werden sol
In jedem Korn steckt ein Kolben – packen wir's an!
Lass die Sau raus
Jetzt geht es richtig los, Termine klar machen mit Promis, wer macht was, wo, wann, Presse, Standortegenehmigungen, Plakate kleben, aufhängen, rumfahren, koordinieren. Aber es sind auf einmal mehr Schultern da. In den letzten Monaten sind auf einmal neue Leute aus dem Boden gewachsen, die wirklich engagiert mitmachen. Ich merke gerade erst, wie gut das tut.
Wir haben alle mehr Spass dadurch. Ich freue mich direkt wieder auf Wahlkampf, das hätte ich mir im September noch nicht träumen lassen.
Man kommt wieder auf lustige Ideen ;-) lass die Sau raus... bei uns im Sauerland ist es gar kein so großes Problem, ein Schwein zu besorgen, das fußgängerzonentauglich ist. Vielleicht am Kaffeemobil am 28. April...






